Hallenradsport-DM: Aach dominiert im Kunst- und Einrad-Mannschaftsfahren

Bereits 2014 hat der RSV Frohnlach in Ebersdorf bei Coburg die deutsche Schülermeisterschaft im Hallenradsport ausgerichtet. Mitte Juni 2019 trafen sich erneut rund 300 Nachwuchssportler in Oberfranken um die nationalen Titel zu vergeben.

Bei den Einer Schülern gab es einen Vierkampf um die Medaillen. Linus Weber zeigte eine schöne Kür, nur bei der Steuerrohrsteiger-Drehung hatte er kleinere Probleme.

Daniel Stark (Bernlohe) startete danach und stürzte zweimal zwischen Übungen. Bei seiner letzten Übung, dem Standsteiger rückwärts, hatte er Probleme. Er erreichte 107,26 Punkte und hatte damit eine Medaile sicher.

Als folgender Starter betrat Titelverteidiger Nico Lewicki die Fläche. Der Sportler aus Erlenbach/Neckar musste nur bei der Kehrlenkersitzsteiger Drehung vom Rad, setzte sich aber mit 116,96 Punkten deutlich an die Spitze.

Als letzter Starter ging Simon Vogel (Mülheim) an Start. Er stürzte vor dem Übergang Fronthang Steuerrohrsteiger. Und beim Kehrreitsitzsteiger kassierte er hohe Abzüge . Am Ende sicherte er sich knapp vor Stark die Silbermedaille.

Im Vierer-Kunstrad der offenen Klasse sicherten sich Lilien Hengefeld, Jone Burow, Rebecca Grote und Lena Andorinha vom RMSV Aach nach Silber im Vorjahr nun mit inoffiziellem deutschen Rekord den  Meistertitel. Ihre 142,74 Punkte sind ein DM-Rekord im weiblichen Bereich.

Auf Platz zwei fuhren Pablo Geyer, Carina Soos, Sylvia Drews und Celine Schenk aus Denkendorf vor Oppershofen auf Rang drei.

Im Vierer-Kunstrad Schülerinnen gewann mit großem Abstand ebenfalls ein Team des RMSV Aach. Hinter den neuen Meisterinnen Janina Setzer, Leonie Willmann, Ilenia Savino und Celina Kanz gab es eine knappe Entscheidung um die weiteren Medaillen. Silber ging an den VfH Worms vor Mörfelden, Mönchberg und Lieme.

Auch im Vierer-Einrad der offenen Klasse gewann der RMSV Aach. Die 111,41 Punkte von Yannick Gaißer, Lena Andorinha, Lilien Hengefeld und Anika Meßmer bedeuten ebenfalls einen inoffiziellen deutschen Rekord. Silber gewann der VfH Worms vor Mörfelden III.

Bei den Einer Schülerinnen gab es wie erwartet das enge Duell um Gold zwischen Hannah Reichle (Bad Schussenried) und Ceyda Altug (Friedrichshafen).

Am Ende verteidigte Altug ihren Titel aus dem Vorjahr. Sie erzielte mit einer tollen Kür einen deutschen Rekord. Reichle zeigte ebenfalls einen tollen Vortrag, berührte nur beim Drehsprung kurz den Boden. Nie erreichte eine DM-Silbermedaillengewinnerin mehr Punkte.

Besonders knapp war der Kampf um die Bronzemedaille. Leonie Papok aus Lottstetten zeigte eine fehlerfreie Kür und erreichte 95,50 Punkte. Dann startete Nelia Hägele aus Denkendorf. Bis 40 Sekunden vor dem Ende ihrer Kür lag sie klar auf Medaillenkurs, dann stürzte sie beim Kehrreitsitzsteiger. Am Ende sicherte sie sich mit neun Hundertstel vor Papok die Bronzemedaille.

Ebenfalls bei der Siegerehrung dabei sein durften Lena Streit (Orsingen). Als nur eine von zwei nicht-würtembergischen Schülerinnen in den Top-10 belegte die Brandenburgerin Jlonie Bretsch (SG Rauen) Platz sechs.

Spannung versprach auch der Wettkampf der Zweie-Schülerinnen. Bei den aufgestellten Punkten lagen zwischen Platz zwei und vier nur zwei Punkte. Den Vierkampf eröffneten Letizia Daudey/Sofia Baier aus Lottstetten. Ihre 59,06 Zählern wurden vom Paar Antonia Leonie Blome/Stine Meisler nicht überboten. Die beiden jungen Liemer Sportlerinnen dürfen jedoch noch an drei weiteren deutschen U15-Meisterschaften teilnehmen.

Zwei Stürze verhinderten bei Emily Brenner und Steger Lea aus Schleißheim einen Podestplatz. Das letzte Gespann war Fabienne Becker/Anna-Lena Stapf aus Mönchberg. Wie Brenner/Steger hatten sie beim Übergang Kehrsteuerrohrsteiger/Kehrlenkersitzsteiger einen Sturz. Den Rest der Kür fuhren sie jedoch sehr sauber zu Ende und sicherten sich somit den DM-Titel.

Auch im Sechser Kunstrad stand am Ende wieder eine Mannschaft des RMSV Aach ganz oben. Jone Burow, Celina Kanz, Yannick Gaißer, Rebecca Grote, Leonie Willmann und Ilenia Savino siegten vor den hessischen Teams aus Mörfelden und Oppershofen I.

Am DM-Sonntag setzte Aach seine Siegesserie fort und gewann im Sechser Einrad. Auf Platz zwei platzierte sich knapp dahinter das Team von RSG „Teuto“ Antrup-Wechte vor dem ersatzgeschwächten Team aus Mörfelden.

Auch im Vierer Einrad der Schülerinnen war der RMSV Aach nicht zu schlagen. Rebecca Grote, Janina Setzer, Leonie Willmann, Celina Kanz holten somit die sechste Goldmedaille dieser DM an den Bodensee. Silber gewann RSG „Teuto“ Antrup-Wechte vor dem VfH Worms.

Bei den Zweier Schülern zeigten Marc Mellin und Sarah Paulini (Höchberg) eine saubere Kür und 51,55 Punkten. Die Brüder Raphael und Gabriel Heinz (Wendlingen) hatten vor allem auf zwei Rädern viele Abzüge. Durch eine sauberer Darbietung auf einem Rad sicherten sie sich jeodch knapp vor Mellin/Paulini die Bronzemedaille sichern.

Die Geschwister Mira Sofie und Ben Osterhage (Liemer RC) überzeugten vor allem mit Höchstschwierigkeiten auf einem Rad. Mit ihren 67,88 Punkten gewannen sie souverän die Silbermedaille.

Wie im Vorjahr waren Simon Riedinger/ Jonas Mächtig (RKV Ilsfeld) nicht zu schlagen. Ein Sturz bei der zweifachen Steuerrohrsteiger-Standdrehung verhinderte, dass die HRS-Weltjahresbesten einen deutschen Rekord aufstellen. Ihre 80 Punkte reichten zur souveränen Titelverteidigung.

Vor den letzten Siegerehrungen wurde der RMSV Aach noch der BDR-Goldpokal für den erfolgreichsten Hallenradsportverein 2018 überreicht. Es folgten Steinhöring, Denkendorf, Worms und Mörfelden. (Text u. Fotos: Mike Lauterbach)

Ergebnisse unter: hallenrad.de

Rekorde: wjb.hallenrad.de

 

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