Junioren-EM: Lang ersehnter Titel für Julia Walser

Im vierten Anlauf hat es geklappt. Julia Walser aus Österreich ist Junioren-Europameisterin 2018.

Bei der EM in Bazenheid/SUI rief die Favoritin ihr Können ab und ließ die restliche Konkurrenz weit hinter sich. Als einzige der top gesetzten Fahrerinnen blieb sie nahezu fehlerfrei, stand nicht auf dem Boden. Der Lohn: 174,49 Punkte und Platz eins. Laut HRS-Chefstatistiker Mike Lauterbach ein neuer JEM-Rekord.

Die Titelverteidigerin Lorena Schneider (AUT) wiederholte zuvor ihr Kunststück aus dem Vorjahr und rollte das Feld von hinten auf. Mit 158,96 Zählern machte sie den österreichischen Doppelsieg perfekt.

Bronze ging an Ramona Dandl (Bruckmühl), die ihre EM-Premiere ordentlich meisterte. Am Ende fehlten ihr nur rund 1,5 Punkte für Silber. Aber nach DM-Platz vier für Dandl sicher ein versöhnlicher Saison-Abschluss.

Die Entscheidung im Radball-Turnier war gleichfalls ein echter Krimi. Eric Lehmann, gestern nach einem Kopftreffer noch mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus, kehrte zurück an die Seite seines Bruders Tim. Zwischenzeitlich hatte Ersatzkeeper Manuel Paschka Deutschland im Rennen gehalten.

Zum Abschluss der Vorrunde hauten die Zwillinge aus Großkoschen Mitfavorit Österreich mit 10:1 vom Parkett, holten sich damit doch noch Platz eins. Im Halbfinale gegen die viertplatzierte Schweiz retteten sich die Lehmanns nach einem Rückstand in letzter Minute noch zum 3:3.

Im Viermeterschießen hatte Deutschland das Glück des Tüchtigen und zog mit 5:3 ins Endspiel ein. Dort wartete Österreich, dass Tschechien mit 3:2 bezwang.

Im Finale setzte sich die Spannung fort. Doch mit dem dritten Tor der Lehmanns war Österreich erneut gebrochen. Endstand 5:1.

Souverän ging der EM-Titel in der offenen U19-Viererklasse an das Team aus Deutschland. Das Aacher Quartett Alina BötzerFranziska BötzerSabrina BürßnerStefanie Müller zeigte eine perfekte Kür und hielten mit 186,07 Punkten ihre Spitzenposition.

Österreich (Schnetzer/Pichler/ Harbarth/Morscher) kletterte indes mit 165,80 Zählern vor auf Rang zwei, weil die Schweiz und das Team aus der Slowakei einige Patzer hatten.

Der Dreikampf im Zweier offene Klasse war eigentlich nur ein Duell um die Silbermedaille.

Denn das deutsche Duo Julia Müller und Marc Lehmann (Hoffnungsthal) war – wie so oft in dieser Klasse – ihren Konkurrenten aus Tschechien und der Ukraine weit enteilt.

Mit 126,26 Punkten erzielten sie mehr als doppelt so viele Zähler als die Zweitplatzierten Radek Jancik und Tereza Kosiková aus Tschechien.

Bronze erhielten die Ukrainer Sebastian Hey und Ishtvan Sorko. Mehr Paare waren 2018 nicht angetreten. Nach wie vor tun sich selbst die klassischen Kunstrad-Nationen wie Tschechien, Schweiz und Österreich schwer, Teams zu finden. (st)

Foto-Galerie by Hubert & Louis Dandl

Junioren Hallenrad Europameisterschaft 2018 CH-Bazenheid

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.