Radball: Erster Weltcup-Saisonsieg nach langem Arbeitstag für Stein

„Worldcup-Tage sind immer verdammt lang“, finden Gerhard und Bernd Mlady (RMC Stein). Die Cousins posteten noch auf der Rückreise vom 7. UCI-Radball-Weltcup ein kurzes Video von der Siegerehrung.

Zu sehen: die drei Erstplatzierten – zu hören: die deutsche Nationalhymne. „Dafür lohnt sich so ein langer Tag“, kommentierten die Weltmeister ihren Facebook-Post.

Rund zehn Stunden dauerte es, bis sie feiern durften – und danach die dreistündige Heimreise antraten. In St. Gallen (Schweiz) bestritten sie das Auftaktspiel und beendeten das Turnier – als Sieger. Zum zweiten Mal nach 2015 triumphierten die Mladys damit beim ältesten Radball-Turnier der Welt, dem Olma-Pokal.

Ungeschlagen kamen die Favoriten allerdings nicht davon. In der Vorrunde verlor Stein das Spitzenspiel gegen das in dieser Saison neu formierte Duo Altdorf mit den beiden Ex-Weltmeistern Roman Schneider und Paul Looser knapp mit 3:4.

Doch im Halbfinale schlugen Mlady/Mlady die amtierenden Vize-Europameister Severin und Benjamin Waibel (Pfungen/SUI) klar mit 7:3 – eine kleine Revanche für das verlorene EM-Halbfinale aus dem vergangenen Juni.

So kam es im Endspiel zum deutschen Duell gegen Waldrems (Marcel Schüle/Björn Bootsmann). Dieser Gegner hatte nach einer eher mäßigen Vorrunde nur knapp den Einzug ins Halbfinale erreicht, schlug hier Altdorf aber mit 5:3.

Am Ende war das Finale dann mit 8:4 eine klare Sache für die UCI-Champions aus Stein. Rang drei sicherte sich im schweizer Duell erst nach Viermeter-Schießen Pfungen mit 5:3 (3:3) gegen Altdorf.

Pictures by Martin Künzler:

OLMA Radballturnier 2018

Showdown in Höchst

Gelingt ihnen der „Grand-Slam“ – vier Weltcupsiege in einer Saison? Für Patrick Schnetzer und Markus Bröll (RC Höchst/Österreich) stehen die Chancen sehr gut. Das letzte Weltcup-Saisonturnier absolvieren sie in eigener HalleHeimvorteil also.

Beste Voraussetzungen also, als zweite Mannschaft in der Radball-Weltcupgeschichte die optimale Punktausbeute von 200 Zählern zu realisieren. Dieses Kunststück gelang bisher nur Steve und Mike Pfaffenberger (RSV Sangerhausen/GER) in der Saison 2005.

Doch das Starterfeld in Höchst hat es in sich. Der härteste Konkurrent kommt mit Simon König und Florian Fischer (Höchst II) aus dem eigenen Verein. Sie sind aktuell Dritter des Weltcuprankings und ebenso Anwärter auf Platz eins.

Und mit Weltmeister Stein (MLady/Mlady) kommt die Nummer Vier der Gesamtwertung nach Höchst. Zudem treten Vize-Europameister Pfungen (SUI) sowie die beiden WM-Teams aus Frankreich (Seyfried/Seyfried – Dorlisheim) und Belgien (Damen/Dirks – Beringen) an.

Zu guter letzt will Waldrems nach zwei Podestplätzen in Folge ein Wort um die Podestränge mitreden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.