Radball: Höchst gelingt im UCI-Weltcupfinale erneut ein Doppelsieg

Das Endspiel des UCI-Weltcupfinals im Radball war eine klare Angelegenheit für den Titelverteidiger.

Mit 7:3 gewann die Erstvertretung des Radclubs Höchst (AUT) die Neuauflage des Finalduells aus dem Vorjahr. Nach 2016 und 2012 standen sich in Willich (GER) zum wiederholten Mal zwei Höchster Teams im Finale.

Die vierfachen Weltmeister und frisch gebackenen Vizeweltmeister Patrick Schnetzer und Markus Bröll trafen auf ihre Vereinskollegen Simon König/Florian Fischer. 2016 endete dieses Duell 5:5; Höchst I setzte sich erst nach Verlängerung mit 7:5 durch.

Dieses Mal war es ein erneut rassiges, hochklassiges Finalspiel zwischen den langjährigen Trainingspartnern. Nach der raschen Führung von Schnetzer/Bröll kamen König/Fischer für kurze Zeit heran, ehe die Vizeweltmeister nochmals nachlegten und schließlich verdient gewannen.

„Nach dem Wehmutstropfen der Vizeweltmeister vor einer Woche bei unserer Heim-Weltmeisterschaft in Dornbirn“, sagte RC-Pressesprecher Heimo Lubetz, „ist dieser Sieg die Krönung einer großartigen Saison.“

Für Schnetzer/Bröll war es bereits der dritte Weltcupsieg, für den Verein RC Mazda Hagspiel Höchst sogar der Sechste.

Beide Höchster Mannschaften gewannen alle Vorrundenspiele. Dank einer guten Tormannleistung von Patrick Schnetzer (Höchst I) und Simon König (Höchst II) kassierten die Teams die wenigsten Gegentreffer. Im Tore schießen war Höchst I (30 Tore) besser als Höchst II (19).

Dominik Panzer (Mitte) bei seinem letzten Turnier.

Während Höchst II im Halbfinale ohne Probleme den deutschen Meister aus Obernfeld mit 4:2 bezwang, gab es im zweiten Halbfinalspiel zwischen den oftmaligen Gegnern Altdorf (SUI) und Höchst I einen wahren Krimi.

Die Führung wechselte ständig, ehe Höchst durch zwei Blitztore in der zweiten Halbzeit auf 5:3 davonzog und nur noch den Anschlusstreffer hinnehmen musste.

Platz drei sicherten sich die Cousins André und Manuell Kopp aus Obernfeld, die sich im kleinen Finale gegen Altdorf (Dominik Planzer/Roman Schneider) mit 4:3 durchsetzten.

Planzer blieb damit zum Abschied ein Podestrang verwehrt. Es war das letzte Turnier seiner Karriere, 2018 tritt der werdende Familienvater nicht mehr an.

„Ich bedanke für mich für die vielen tolle Erlebnisse“, sagte der Weltmeister von 2012 und vierfachen UCI-Weltcupfinalsieger. Dann verteilter er Abschiedsgeschenke an die Kommissäre und Sportler.

Lokalmatadore Marius Hermanns/Sven Holland-Moritz (RSC Schiefbahn).

Die neuen Weltmeister Gerhard und Bernd Mlady (RMC Stein/GER) mussten sich indes mit Rang fünf begnügen.

In der Vorrunde reichte es nur zu einem Sieg gegen die Lokalmatadore Marius Hermanns/Sven Holland-Moritz (RSC Schiefbahn) und einem Remis gegen Sulz/Dornbirn (AUT). Im Spiel um Rang fünf setzten sich die Mladys mit 7:3 gegen Pfungen (SUI) durch.

(Text: Heimo Lubetz/Stefan Thomé – Fotos: RC Höchst/RSC Schiefbahn)

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Ergebnisse UCI-Weltcupfinale 2018 in Willig/GER*

*Quelle: radball.at / alle Angaben ohne Gewähr!

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