Radball: Höchst triumphiert beim 6. Weltcup in Sangerhausen

Beim 6. UCI-Weltcupturnier im Radball in Sangerhausen (GER, in der Nähe von Leipzig) haben die vierfachen UCI-Weltmeister und amtierenden Europameister Patrick Schnetzer/Markus Bröll ihre weiße Weste gewahrt. Im dritten Saisonturnier gelang der dritte Sieg.

Im Endspiel ging es gegen den deutschen Meister Obernfeld in der neuen Besetzung André Kopp und Raphael Kopp. Ein offener Schlagabtausch. Der schnellen Höchster Führung folgte sofort der Ausgleich. Mit zunehmender Dauer wurden Schnetzer/Bröll stärker, hatten etliche Pfostentreffer, ehe sie den 4:2-Endstand fixierten.

Als Lohn gab es neben Pokal, Siegercheck und Blumen wieder ein Fahrrad – wie schon beim Sieg vor zwei Jahren beim Rosario-Pokal in Sangerhausen. Mehr noch: Schnetzer erhielt für seine 24 Treffer einen Sonderpokal als bester Torschütze. Ihm folgte Bröll mit 22 Treffern.

Obernfeld wiederum übernahm mit dem zweiten Platz die Führung der Gesamtwertung und bekam dafür das weiß-rote Leadertrikot überreicht.

Schnetzer/Bröll meisterten die Vorrunde mit Bravour, legten mit 33:5 Toren ein starkes Ergebnis hin. In der Gruppe II gab Obernfeld gegen SC Svitavka (3:3) Punkte ab. Und während Höchst im Halbfinale gegen den Svitavka mit 8:3 gewann, erhielt Obernfeld von den Landsleuten aus Waldrems (3. Platz) starke Gegenwehr, setzte sich aber mit 4:3 durch.

Die Lokalmatadore Eric Haedicke und Max Rückschloß (Sangerhausen) zeigten bei ihrer Premiere eine respektable Leistung. Mit etwas mehr Glück und Cleverness wäre sogar der Sprung ins Halbfinale drin gewesen. Immerhin setzten sie sich im Spiel um Platz sieben gegen ihre U23-Altersklassenkonkurrenten aus Naurod (GER) mit 4:3 durch.

Das 7. Turnier findet am 13. Oktober in St.Gallen (Schweiz) statt. Das Olma-Turnier gilt als das älteste Radball-Turnier der Welt. 2018 wird es zum 72. Mal ausgetragen. 2004 machte der UCI-Weltcup hier erstmals Station, seit 2006 war die 80.000-Einwohner große Stadt jedes Jahr Gastgeber eines Weltcupturniers.

Das Team der Gastgeber hat Routine. Matias Klarer und Adrian Osterwalder spielen ihre zweite gemeinsame Saison und gehören in der zweithöchsten Schweizer Liga zu den Topteams. Klarer bestritt zu Hause bereits acht Weltcupturniere, sieben davon mit Martin Kümin.

Nach kurzer Pause tritt er jetzt zum zweiten Mal mit Osterwalder an. 2017 wurden sie Neunter. Ob sie gemeinsam die bisher beste Weltcup-Platzierung von St.Galle mit Rang acht steigern können?

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