WM 2017: Krimis im Einer-Frauen und Zweier-Elite

Am Samstag gab es bei der UCI-Hallenradsport-Weltmeisterschaft in Dornbirn/AUT gleich zwei neue Titelträger im Kunstradfahren.

Milena Slupina (Bernlohe/GER) ist die neue UCI-Weltmeisterin im Einer der Frauen und in der offenen Zweierklasse sicherten sich Serafin Schefold und Max Hanselmann (Öhringen/GER) die Goldmedaillen.

Bei den Frauen setzte sich der Krimi aus der Vorrunde am Freitag nahtlos fort. Die Schweizerin Seraina Waibel kam zunächst nicht fehlerfrei durch ihre Kür und vergab mit 140,63 Punkten die Chance auf Edelmetall.

Adriana Mathis.

Besser machte es Adriana Mathis (Österreich). Bis kurz vor Schluss hatte sie eine Resultat nahe der 180er-Marke. Doch dann ein Sturz. Mit 170,10 Punkten war ihr Bronze zumindest schon sicher.

Nach langer Verletzungspause im Vorjahr war die Weltmeisterin von 2015 damit sichtlich zufrieden – zumal Mathis die Finalrunde beinahe verpasst hätte.

Viola Brand.

Doch dann folgte erneut ein hochklassiges Duell der deutschen Starterinnen, die schon in der Vorrunde nur ein hauch voneinander trennte.

Viola Brand (Unterweissach) legte 183,29 Punkte vor. „Ich war froh, dass es so gut gelaufen. Klar hätte ich gern gewonnen. Aber nachdem ich zweimal bei einer WM leer ausgegangen bin, freue ich mich doch über die Silbermedaille“, kommentierte Viola Brand ihre Platzierung.

Milena Slupina.

Die WM-Novizin Milena Slupina vom bayerischen Club Bernlohe war bei ihrer WM-Premiere am Ende die strahlende Siegerin.

Mit 184,22 konterte Slupina als letzte Starterin die hohe Vorgabe ihrer Teamkollegin.

„Im Finale bin ich befreit aufgefahren“, schilderte Milena. „Der Druck war in der Qualifikationsrunde deutlich größer, weil ich ja unbedingt in die Medaillenrunde wollte. Jetzt war es mir eigentlich egal, welche Medaille es wird.“ Sie sei sehr konzentriert gewesen.

„Trotzdem habe ich beim Fahren die Atmosphäre wahrgenommen. Das war ein tolles Gefühl. Und dass es zum Gold reichte, war natürlich die Krönung“, so die neue Weltmeisterin.

Sie habe sich in dieser Saison noch besser vorbereitet, erklärte sie ihren Erfolg. „Ich werde noch nicht gleich ins bett gehen heute“, verabschiedetete sich Slupina im Regenbogentrikot in die Partyhalle in der Messe Dornbirn.

 

Auf Seite 2: Wie die Titelvergabe im Zweier-Elite verlief und wer doppelt feiern darf.

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