WM 2018: Schweizer Abschiedstour – Das sind die Favoriten im Kunstrad

Dieser Freitagabend wird ein ganz besonderer für das Frauen-Quartett vom RV Sirnach. Egal wie der sportliche Ausgang sein wird.

Céline Burlet, Jennifer Schmid, Melanie Schmid und Flavia Zuber sind die bei der UCI-Hallenradsport-Weltmeisterschaft in Liège die Titelverteidigerinnen im Vierer offen Klasse. Dreimal haben sie seit 2014 die WM gewonnen.

Nur einmal, 2015, mussten sie sich geschlagengeben. Und auch 2018 sind sie die Weltrekordinhaberinnen klarer Favorit. Doch es wird ihr letztes Mal sein. Die vier haben ihren Rücktritt für das kommende Jahr angekündigt.

Schärfster Konkurrent ist Deutschland – einmal mehr vertreten vom RSV Steinhöring. Dieses Team tritt zum wiederholten Mal in einer neuen Besetzung an. Einzige Konstante seit 2010 ist Katharina Gülich. Neu in der 2018er-Formation sind Julia Dörner und Annamaria Milo. Ramona Ressel ist wie Gülich schon seit 2015 bei der WM dabei.

Im Team der Slowakei (SKC Kolarovo) gibt es ebenfalls eine Neubesetzung. An der Seite der dreifachen WM-Dritten Dora Szabo und Henriette Domin treten erstmals Eszter Kulich und Panna Rebeka Mihalics an.

Endlich eine WM-Medaille will das einzige Mixed-Team im Wettbewerb einfahren. Julia Wetzel, Leonie Huber, Lea Schneider und Lukas Schneider (Höchst/AUT) nehmen ihren dritten Anlauf auf WM-Edelmetall. Mit erneut deutlich gesteigerter Schwierigkeit soll dieses Mal die Slowakei hinter sich gelassen werden.

Im Einer der Frauen haben zwei weitere Schweizerinnen ihre letzte WM-Kür angekündigt. Die schweizer Meisterin und Nationalrekordinhaberin Nathalie Walter (Löhningen) und der WM-Vierten von 2017 Seraina Waibel (Pfungen) haben durchaus Chancen auf das Final-4, müssen dafür allerdings eine Topleistung abliefern – und dann auf Fehler der Konkurrentinnen hoffen. Es wäre die erste WM-Medaille für die Schweiz bei den Frauen seit 2013.

Top-Favoriten auf den Gold ist Titelverteidigerin Milena Slupina (Bernlohe/GER). Herausgefordert wird sie von WM-Neuling Iris Schwarzhaupt (Stuttgart/GER) und der Weltmeisterin von 2015, Adriana Mathis (Meiningen/AUT).

Iris Schwarzhaupt

Gespannt sind die WM-Zuschauer auf das Abschneiden von Denise Boller (Gisingen/AUT). Seit ihrem WM-Sieg 2010 ist sie mittlerweile zweifache Mutter. Ihr letzter WM-Start war 2013.

Bei den Männern werden der zweifache Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach/GER) und Vize-Champion Moritz Herbst (Wendlingen/GER) im Normalfall den Sieg unter sich ausmachen.

Für Bronze kommen Wong Chin To (HKG), Lukas Burri (SUI) und Martin Schön (HUN) in Frage.

Lukas Kohl

Auch in den Zweier-Disziplinen fahren die Deutschen außer Konkurrenz. In der offenen Klasse müssen die amtierenden Weltmeister Serafin Schefold und Max Hanselmann (Öhringen) den Angriff der aufstrebenden Europameister Patrick Tisch und Nina Stapf (Magstadt) abwehren.

Um Rang drei bahnt sich ein Duell zwischen dem schweizer Mixed-Duo Lukas Burri/Fabienne Hammerschmidt (Uzwil) sowie den Brüdern Hin Jeff und Leung Lim Tsz (HKG) an.

Nach dem Rücktritt der Schwestern Nadja und Julia Thümer (GER) wird bei den Zweier-Frauen ein neues Weltmeistergespann gesucht. Die besten Karten dazu haben die HRS-Weltjahresbesten und UCI-Weltcupsiegerinnen Caroline Wurth/Sophie-Marie Nattmann (Gutach/GER).

Während sie ihre WM-Premiere bestreiten, wollen die amtierenden Europameisterinnen Lena und Lea Bringsken (Böhl-Iggelheim/GER) mit ihrer Routine punkten. Nach dreimal WM-Silber in Folge, träumen die Schwestern natürlich von der Krönung.

Interessant wird das Rennen um Rang drei. Die U19-Europameisterinnen Rosa Kopf/Svenja Bachmann (Sulz/AUT) liegen mit ihrer eingereichten Schwierigkeit fast gleichauf mit Nathalie Steinemann/Irina Christinger (Schaffhausen/SUI), die ihre ihre erste WM absolvieren.

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