Kunstrad-Weltcup: Max Maute überhaupt nicht zufrieden

Es war die Weltcup-Premiere Max Maute (Tailfingen). Kribbelte es da beim amtierenden deutschen Vizemeister? „Nein, ich war nicht über Gebühr aufgeregt“, so Maute. Und so verlief das Debüt auf dem großen internationalen Parkett für den 21-jährigen Schwaben eher wie ein normaler Wettkampf.

Maute meisterte seine Höchstschwierigkeiten, aber kurz vor Schluss rutschte er vom Pedal ab und stürzte. Und das bedeutete, auch aufgrund einiger kleiner Fehler, am Ende der fünf Minuten nur Rang vier.

„Mit diesem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden“, gab Maute zu. Die ausgefahrenen 170,83 Punkten – hinter Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach), Marcel Jüngling (Dornbirn) und dem Schweizer Lukas Burri (Uzwil) – sind aber kein Beinbruch.

Und es zeigt sich, dass die deutschen Kunstradsportler nicht automatisch immer auf dem Treppchen stehen. „Es kann in unserer Sportart eben verdammt schnell passieren, dass mal 20 Punkte weg sind“, weiß auch Maute aus Erfahrung.

Der Student war in doppelter Funktion nach Koblach in Vorarlberg gereist. Ambitionierter Athlet des RSV Tailfingen und „Macher“ des Weltcupfinals am 22. November in Albstadt.

„Bei den Kontakten mit anderen Sportlern habe ich nur Zustimmung erfahren, dass wir Ausrichter sind. Albstadt hat einen guten Namen als Veranstalter hochklassiger Events“, sagt Maute.

Der Sport soll nicht zu kurz kommen – schließlich will “MM“ bei seinem Heimspiel aufs Podium. Platz drei ist der Minimalanspruch für das Finale, vor dem noch zwei Weltcup-Stationen auf dem Programm stehen. Gut, dass Semesterferien sind, an deren Ende ein fünfmonatiges Praktikum bei einer Konstanzer Eventagentur für ihn beginnt. Vorher stehen zwei Wochenend-Lehrgänge auf dem Plan.

Max Maute spricht von „neuen Elementen“, die er dann einbauen will, um sein Programm „aufzustocken. Denn ich kann mich nur steigern“, blickt er auf Koblach zurück.

Gut funktionierten die Handstände. Und „erstmals in meinem Leben“ zeigte Maute die Lenkerstanddrehung dreieinhalbfach. „Seit Jahren hatte ich damit mentale Probleme und bin froh, mich jetzt hochgekämpft zu haben.“ Aber es waren leider Nuancen, die für Punkteabzüge sorgten – und am Ende fehlten zwei Zehntel zum Podest.

„Es ist eben nicht alles selbstverständlich“, sagt er. Der etwas holprige Parkettboden von Koblach bereitete ihm kaum Probleme, „schließlich trainiere ich seit anderthalb Jahren in drei verschiedenen Hallen“, erzählt Maute. Dabei pendelt er zwischen der Insel Reichenau, Orsingen bei Stockach und Albstadt. „Da darf man nicht empfindlich sein.“

Auch Mautesprung und Drehsprung klappten beim Weltcup-Start. Das enge Ranking sorgt zusätzlich für Spannung bei den nächsten Weltcups. „Ja, genau das macht es so spannend. Und wer das live erleben will, kommt am 21. November zum Weltcup-Finale in die Zollernalbhalle nach Albstadt“, lädt Maute ein.

Dann hofft die Szene auch auf mehr Zuspruch. Aufgrund der Corona-Warnungen hatten einige Nationen ihre Athleten zurückgezogen, das Starterfeld dünnte sich aus – in der dennoch gut gefüllten Halle verbreitete sich Wohnzimmer-Atmosphäre.

Mit-Veranstalter Max Maute sammelte Eindrücke und Impressionen für das bevorstehende eigene Event. Es geht voran. (bdr-medienservice)

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