Kunstrad: Popcorn statt Bockwurst in Albstadt

Die einen sprechen von einer Mini-WM, andere nennen es WM-Generalprobe – auf jeden Fall erlebt Albstadt an diesem Samstag ein Event der Extraklasse. Das UCI-Weltcupfinale im Kunstradsport in der Zollernalb-Halle mit Teilnehmern aus 14 Nationen.

Die beiden „Macher“ Dieter und Max Maute (RSV Tailfingen) wollen neue Maßstäbe setzen: den Sport in einem spektakulären Umfeld präsentieren. Inklusive Show, Musik, Lichteffekten, speziellem Catering. Popcorn statt Bockwurst lautet die Devise.

Der dreifache Weltmeister Serafin Schefold (mit Max Hanselmann in der Offenen Klasse) ist ebenso „gespannt“ wie voller „Vorfreude. „Die beiden haben sich viel Mühe gegeben, um die Veranstaltung zu einem Event zu machen. Für uns ist es der letzte Test vor der WM in Stuttgart“, sagt das Duo. Und natürlich wollen sie die Weltcup-Gesamtwertung ein weiteres Mal gewinnen.

Favorit im Einer ist Lukas Kohl (Kirchehrenbach), seines Zeichens vierfacher UCI-Champion und in Fachkreisen der „Lukinator“ genannt. „Für mich wird Albstadt der erste Wettkampf vor großer Kulisse. Das sorgt für eine echte Druck-Situation, aber mit einer guten Stimmung kann man sich voll reingrooven.“

In Corona-Zeiten schrumpfte der Kalender auf drei Weltcup-Veranstaltungen. In Uzwil/Schweiz (im Juni) und Lemgo (August) konnten nur wenige Fans die hohe Kunst der Radsportler bewundern. In Albstadt werden mehr als 500 Zuschauer erwartet, die entsprechend den 3G-Regeln Einlass finden. In den letzten Tagen wollen die Veranstalter vor allem über die sozialen Medien noch mächtig trommeln: die 60 qualifizierten Sportler und Sportlerinnen haben auch jede Menge Aufmerksamkeit verdient.

Im Zweier der Frauen kommt das Top-Team aus Gutach im Kinzigtal. Kein Wunder, dass Caroline Wurth sowie Sophie-Marie Wöhrle, die die beiden ersten Weltcups für sich entschieden und die Nummer drei als ihr Heimspiel betrachten. „Wir kommen mit großen Erwartungen. Max studiert ja, wie man Events ausrichtet – und er wird sich sicher auch an den Bedürfnissen der Sportler orientieren. Wir glauben auch, dass etliche aus unserer Gegend den Weg nach Albstadt finden.“

Im schwäbischen Paar Helen Vordermeier und Selina Marquardt (SG Stuttgart/Oberjesingen) aber sind ihnen in dieser Saison fast ebenbürtige Konkurrentinnen erwachsen – auf dem Silberteller wird kein Titel auf der Zollernalb serviert.

Vor dem Weltcup, beginnend mit der Eröffnungs-Zeremonie um 15.15 Uhr, gehört die Fläche zunächst mehreren Athletinnen und Athleten, die aus pandemischen Gründen nicht bei den ersten Wettkämpfen starten konnten, für einen „WM-Test“. Kunstradsportler aus Hongkong, Japan, Griechenland, Afghanistan oder Peru sorgen für viel internationales Flair.

In der Abend-Session mit den Entscheidungen (ab 19 Uhr) geht es Schlag auf Schlag. Und dann kann sich Max Maute nicht mehr um organisatorische Belange kümmern. Dann will der 22-Jährige beweisen, dass er die Doppelrolle als Mit-Veranstalter und Aktiver meistert.

Im Einer Männer geht es einmal mehr gegen Kohl und den deutschen Vizemeister Marcel Jüngling (Dornheim). Der vierte Kontrahent, Martin Schön aus Ungarn, aber könnte ein rein deutsches Podium beim Artistic Cycling World Cup auf der Schwäbischen Alb verhindern.

Im Einer-Wettbewerb der Damen will Milena Slupina aus Bernlohe ihre Jagd nach neuen Marken fortsetzen. Ihre ausgefahrenen 197,71 Punkte waren eines der absolutenHighlights dieser Saison. (bdr-medienservice)

Link zum Vorverkauf: eventbrite.de/e/uci-artistic-cycling-worldcup-final-2021-tickets

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