Radball: Weltcup-Neustart in Dornbirn

Mehr als ein Jahr ist es her, dass sich die internationale Radball-Elite zu einem UCI-Turnier traf. Am 18. Januar 2020 fand im schweizerischen Möhlin das Finale des Weltcups 2019 statt.

Es war der erfolgreiche Abschied des Top-Duos Patrick Schnetzer und Markus Bröll vom RC Höchst (AUT). Bröll beendete seine sportliche Karriere, während Schnetzer nach Dornbirn wechselte, um dort seine Karriere mit Stefan Feuerstein fortzusetzen.

Das neue Gespann begann mit dem Gewinn des österreichischen Pokals im Februar 2020 verheißungsvoll.

Doch dann kam die Corona-Pandemie – und das komplette Aus für den Hallenradsport. Nach und nach wurden alle Weltcupturniere abgesagt und letztlich auch der absolute Höhepunkt, die Weltmeisterschaft, die im November in Stuttgart geplant war.

Für die Saison 2021 sind ebenfalls bereits erste Abstriche zu verzeichnen: Drei der acht Runden im Radball-Weltcup wurden auf Wunsch der Organisatoren abgesagt. Bei den Kunstradfahrern fällt einer von vier geplanten Weltcup-Durchgängen aus.

Die Absagen im Radball betreffen die zweite, dritte und vierte Runde. Turnier zwei und vier hätten in Deutschland – genauer in Langenschiltach (12. Juni) und Ginsheim (4. September) stattfinden sollen, während die dritte Runde, die in Asien organisiert werden sollte, noch auf Bestätigung wartete.

Nach dem Auftakt in Dornbirn sollen Turniere am 18. September in Hardt (GER), am 16. Oktober in St. Gallen (SUI) und am 13. November in Altdorf (SUI) folgen. Das Finale ist auf 27. November in Großkoschen (GER) terminiert.

Der Auftakt des Kunstrad-Weltcups, der in Komarno (Slowakei) geplant war, wurde auf den 26. Juni verschoben, so dass nun Uzwil (Schweiz) die Saison am 23. Mai eröffnet. Die für den 14. August festgelegte Runde in Hongkong (China) ist abgesagt worden. Das Finale soll beim geplanten Ausrichter von 2020 in Albstadt/GER erfolgen.

Umso größer ist die Freude nun beim ersten Ausrichterverein in Dornbirn, dass es tatsächlich losgehen kann. Einzige Einschränkung: Das Turnier wird ohne Zuschauer ausgetragen. Aufgrund aller Ungewissheiten haben sich die Organisatoren bereits frühzeitig dazu entschieden.

„Dafür wird es aber einen entsprechenden Livestream geben“, verspricht Michael Eiler, Radball-Fachwart beim RV Dornbirn. Und Eiler wirbt weiter: „Das Teilnehmerfeld steht für spannenden und hochklassigen Radballsport.

Einen Favoriten auszumachen, das sei eigentlich nicht möglich, so Eiler, da es für alle Teams der erste internationale Wettkampf seit über einem Jahr ist. „Es wird es also spannend sein, wie sich die Mannschaften präsentieren werden.“

Natürlich setzen die Gastgeber auf den mehrfachen Weltmeister Patrick Schnetzer mit Stefan Feuerstein an seiner Seite, der immerhin drei U23-Europameistertitel vorweisen kann. Man darf gespannt sein, wie sich die zwei nach nun einem Jahr intensiver Vorbereitung im internationalen Vergleich schlagen.

Sie treffen auf starke Gradmesser. In der Vorrunde geht es für die Lokalmatadoren gegen die Vize-Europameister von 2018, Severin und Benjamin Waibel (Pfungen/SUI) sowie gegen das deutsche Erstligateam Robert Mlady/ Michael Birkner (Stein II), Ludvik Pisek/ Miroslav Gottfried (Zlin/CZE) und die Dornbirner Vereinskollegen Maximilian Schwendinger/ Bastian Arnoldi.

In Gruppe II sind die Weltmeister von 2017, Gerhard Mlady/ Bernd Mlady (Stein/GER), im Normalfall auf den Vorrundensieg programmiert. Sie treffen auf den WM-Dritten von 2015, Quentin Seyfried mit Mathias Seyfried (VC Dorlisheim/FRA), Lukas Schönenberger/ Andreas Zaugg (Mosnang/SUI), Pascal Fontain/ Patrick Köck (Dornbirn II) und Roman Stanek/ Jiri Hrdlicka jun. (Svitavka/CZE).

Da in der Halle keine Zuschauer erlaubt sind, werden sämtliche Spiele per Livestream übertragen. Der Livestream wird über die Homepage www.rv-dornbirn.at abrufbar sein. Die Gruppenspiele beginnen ab 10.45 Uhr, die Finalrunde um 18 Uhr.

Ansetzungen, Ergebnisse und Tabelle unter: radballer.info

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