Julia Walser: Vom WM-Einlaufkind zur Medaillenkandidatin in Dornbirn

Neun Jahre später: Für Julia Walser schließt sich in Dornbirn der Kreis. Sie ist Österreichs Topfahrerin und eine große Hoffnung auf eine Kunstradmedaille bei der Heim-Weltmeisterschaft vom 24. bis 26. November. „Mein größtes Ziel ist es, Weltmeisterin zu werden“, sagt sie jetzt.

Ihre sportliche Bilanz ist bereits beeindruckend. Der Ausgangswert ihrer Kür ist der dritthöchste bei der diesjährigen Weltmeisterschaft. 2016 erzielte sie einen neuen UCI-Juniorenweltrekord, den sie sich im Oktober 2017 zurückholte und auf 181,17 Punkte steigerte. Ein Wert, mit dem sie sogar bei den Männern gut mithalten könnte.

Weltweit ist sie auch die einzige Frau, die den deutschen Handstand beherrscht, also mit gestreckten und geschlossenen Beinen in die Endposition hochdrückt. Ihre Lieblingsübung, wie sie im Steckbrief verrät. Derzeit beherrscht dieses Kunststück außer ihr nur Männer-Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach/GER).

Dennoch, eine Medaillengarantie ist ihr hohes Niveau nicht, wie Julia im Frühjahr dieses Jahres bei der U19-Europameisterschaft in Prag/Tschechien schmerzlich erfahren musste. Auf dem extrem schwierigen Untergrund rutschte sie nach misslungener EM-Kür als Top gesetzte Fahrerin auf Rang fünf ab.

„Es hat eine Weile gedauert, bis ich realisiert habe, was da passiert ist und bis ich es verkraftet habe“, erzählt Julia. „Aber ich finde, das hat mich stärker gemacht.“

Das habe sich in der Herbst-Saison gezeigt. „Ich habe einen Weltrekord gefahren und konstant gute Leistungen gebracht. Was will ich mehr?“

Auf Seite 3: Wie Julia Walser an die Heim-WM herangeht und wer ihr Glücksbringer sein wird.

Ein Kommentar

  1. Super Julia! WIR hier in Worms drücken dir alle Daumen das dein Traum in Erfüllung geht und sich alle deine Mühe und der ganzen Familie gelohnt hat? In Gedanken sind wir bei Euch? Ps toller Artikel

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